Radschnellweg Heilbronn-Bad Wimpfen ist machbar

Die BIT Ingenieure AG, Kunde von Creativ Text, hat im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart eine Machbarkeitsstudie zu einer Radschnellverbindung zwischen Heilbronn und Bad Wimpfen erstellt. 

Das Land Baden-Württemberg hat mit der Anfang 2016 verabschiedeten Radstrategie einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten zehn Jahren vorgelegt. Eine zentrale Maßnahme ist die Umsetzung des Radnetzes Baden-Württemberg mit einer Länge von 7000 Kilometern, an das rund 700 Kommunen angeschlossen sind. Ein weiteres Ziel der Strategie ist, bis zum Jahr 2025 zehn Radschnellverbindungen im Land zu realisieren.

Mit einer landesweiten Potenzialanalyse und der Förderung von regionalen Machbarkeitsstudien sollen die Planungen zu Radschnellverbindungen zügig vorangetrieben werden, um anschließend auch schnell in die Umsetzung zu kommen. Inzwischen hat das Land drei Radschnellwege als Leuchtturmprojekte in eigener Bauträgerschaft angestoßen: die Strecken Heidelberg-Mannheim, Esslingen-Stuttgart und Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen.

Die Entscheidung für den Radschnellweg Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen wurde getroffen auf der Grundlage einer von BIT Ingenieure erstellten Machbarkeitsstudie im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart. Zwei Alternativen standen dabei zur Auswahl: Am Neckar entlang oder parallel der Bundestraße 27 und längs durch Heilbronn und Neckarsulm. Die Trasse „Neckar“ verläuft westlich des Neckarkanals weitgehend anbaufrei, die Trasse „B27“ östlich entlang der Bundesstraße weitgehend durch Siedlungsgebiet. Ausgangspunkt waren die im Radnetz Baden-Württemberg verzeichneten vorhandenen Verbindungen.

Strecke erkundet

Die Strecken wurden vor Ort abgefahren und ihr Zustand sowie die Wegführungen geprüft. Dabei wurde auch ermittelt, wo sie wie breit angelegt sind, inwieweit sich die Radfahrer die Strecken mit Fußgängern teilen müssen, welche Querungen es gibt und wie diese gestaltet sind, ob beispielsweise durch Unterführungen oder Lichtsignalanlagen, wo es überall Stellen gibt, welche die Radfahrer zum Halten zwingen und diese damit nur schleppend vorankommen.

Darüber hinaus wurde geprüft, in welchem Ausmaß Schutzgebiete berührt werden, welche Attraktivitätspunkte wie etwa Schwimmbad, Rathaus, Museen oder auch Bus- und S-Bahn-Haltestellen verortet sind und wie sich die Pendlerverflechtungen darstellen. Die Zahl der Ein- und Auspendler im Planungsraum, die für die Radschnellwegtrassen infrage kommen, spricht eine deutliche Sprache: Nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Zahlen von 2014) pendeln an einem Werktag über 16 000 Verkehrsteilnehmer aus den umliegenden Städten und Gemeinden in Neckarsulm zu ihren Arbeitsstätten ein und aus, in Heilbronn über 17 600.

Hinzu kommen die Pendler zu Schulen, Gerichten, Ärzten, sozialen und kirchlichen Institutionen, Freizeiteinrichtungen, aber auch zu Restaurants, Weinstuben oder sportlichen oder kulturellen Zielen wie Stadion, Theater, Museen. Genügend Potenzial also für einen regen Verkehr auf einer zukünftigen Radautobahn.

Im Vergleich der beiden Trassen schneidet die rund 18 Kilometer lange Trasse westlich entlang des Neckars deutlich besser ab als die Trasse entlang der B 27 und durch die beiden Städte. Bei der Trasse entlang der Bundesstraße ergeben sich teilweise erhebliche bauliche Zwänge. Zudem verlängert die Vielzahl an (innerstädtischen) Lichtsignalanlagen die Reisezeit für den Radfahrer.

Grundlage für Fachplanungen

Aus planerischer Sicht steht im nächsten Schritt die Detailanalyse an. Wie ist der bauliche Zustand, reichen die Sichtverhältnisse aus, gibt es Angsträume, die beleuchtet werden müssen – ein Ensemble vieler Details, die es auszuwerten gilt. Im Anschluss daran können Handlungsmaßnahmen abgeleitet, Lösungen erarbeitet und ein Realisierungsplan für eine stufenweise Umsetzung von Streckenabschnitten aufgestellt werden. Die Machbarkeitsstudie schafft damit die Grundlage für weitere, vertiefende Fachplanungen wie beispielsweise die konkrete Trassenfindung, Priorisierung von Streckenabschnitten, Umweltverträglichkeitsprüfung oder die Ausstattung mit Verkehrsanlagen oder Beleuchtungselementen.

Ganz abgesehen davon ist die Politik gefragt, die überörtliche Zuständigkeit für Radschnellwege sowie Finanzierung und Förderung zu klären, Öffentlichkeitsarbeit sowie Bürgerbeteiligungen durchzuführen und Marketingmaßnahmen zu entwickeln. Schließlich soll den Autofahrern der Radschnellweg und das Radfahren schmackhaft gemacht werden.

Volker Mörgenthaler / Mara Elisa Sefrin

Die Autoren
Dr.-Ing. Volker Mörgenthaler, Öhringen, ist Vorstandsvorsitzender bei BIT Ingenieure (Hauptsitz Karlsruhe),
Mara Elisa Sefrin, Öhringen, ist Projektleiterin im Unternehmen

Info: Radschnellwegverbindungen sind nach der Beschreibung der Forschungs­gesellschaft für Straßenverkehrswesen mindestens fünf Kilometer lang und erlauben eine Durchschnittsreise­geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Solche Fahrradautobahnen sollten außerdem so breit ausgebaut sein, dass zwei Fahrräder nebeneinander verkehren und ohne Störung durch ein drittes Fahrrad überholt werden können.

Um schnell voranzukommen, empfehlen die Experten zudem, die Strecke möglichst flach zu halten und mit einem reibungsarmen Belag auszustatten. Hinsichtlich der Sicherheit sollte Winterdienst gewährleistet sein, ebenso Beleuchtung, vor allem in Bereichen mit wenig sozialer Kontrolle. Ergänzend dazu erhöhen Servicestationen mit Unterständen, Radabstellanlagen, Luftpumpen oder Schlauchstationen den Komfort für die Radfahrer.

Buch zur Hammer-Brennerei Landauer & Macholl erscheint

Creativ Texter Helmut Müller hat ein Buch geschrieben: „Wieviel schöner ist das Leben, wenn wir einen Hammer heben“ – die Geschichte der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl. Das Buch erscheint am 9. November 2017

 

Hammer Jubelbrand – die Legende lebt

Alteingesessene Heilbronner kennen ihn noch, den legendären Hammer Jubelbrand – ein zart-duftender, milder Weinbrand in V.V.S.O.P.-Qualität von der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl. Die Renaissance des Edelweinbrands 2015 gab dem freien Texter und Journalisten Helmut Müller den Anstoß zu Recherchen über die Hammer-Brennerei. Entstanden ist ein reich bebildertes Porträt eines jüdischen Familienunternehmens, das über vier Generationen Heilbronner Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat.

 

Unbekannte Quellen gesichtet

1861 vom jüdischen Kaufmann Max Landauer gegründet, entwickelt sich das Unternehmen Landauer & Macholl mit dem Markenzeichen Hammer zum größten Spirituosenhersteller im südwestdeutschen Raum mit dem bundesweit breitesten Spektrum an hochwertigen Spirituosen. Für das Buch hat Helmut Müller in Archiven in Heilbronn, Gerabronn, Crailsheim, Ludwigsburg, Stuttgart und München bislang unbekannte Quellen zur Familie des Firmengründers Max Landauer ausfindig gemacht. „Es war ungemein spannend nachzuvollziehen, unter welchen Umständen Max Landauer aufgewachsen ist und wie er sich schließlich 1861 mit einem Spirituosenhandel in Heilbronn niedergelassen hat“, sagt der Autor.

 

Geschichte jüdischen Lebens

Die Geschichte der Hammer-Brennerei ist zugleich eine Geschichte jüdischen Unternehmertums. Das Buch gibt Einblick in die jüdische Lebensweise, die jüdischer Kultur und das jüdische Netzwerk. Es schildert aber auch eindringlich die Zeiten der Verfolgung, Erniedrigung, Verleumdung und Entrechtung. Ausführlich wird das Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Familie Landauer und das Unternehmen geschildert, die komplette Zerstörung der Wohnungen einen Tag nach der Reichskristallnacht, die Arisierung des Unternehmens und der lange „schmähliche Kampf um die Wiedergutmachung nach dem Krieg“, so Helmut Müller.

 

Zeitzeugen befragt

Zur Nachkriegsgeschichte hat er viele Zeitzeugen befragt, darunter zahlreiche noch lebende ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hammer-Brennerei. Eine Gruppe trifft sich regelmäßig zweimal im Jahr im Café des Insel-Hotels und tauscht Erinnerungen aus. „So ist eine sehr lebendige Darstellung entstanden, die die Arbeitsatmosphäre und das Betriebsklima bei der Hammer-Brennerei sehr anschaulich schildert“, sagt Helmut Müller.

 

Anekdoten und Geschichten von Prominenten

Ergänzt wird das Buch mit Anekdoten und Schilderungen rund um die Hammer-Brennerei von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur. Der in Heilbronn geborene Autor Rainer Moritz beispielsweise sinniert über die Werbung der Hammer-Brennerei. Der frühere Roigheimer Bürgermeister Dieter Schille skizziert die Rolle von Emil Stückle, Leiter des Berliner Verkaufsbüros von Landauer & Macholl. Steffen Schoch, Leiter der Heilbronn Marketing Gesellschaft, erinnert sich an seine Großmutter, die bei der Hammer-Brennerei einfach so aus Spaß gearbeitet hat. Und der frühere Friedrichshaller Bürgermeister Eugen Kocher weiß noch, wie nach dem Besuch seiner Abiturklasse bei der Hammer-Brennerei und der Verkostung diverser Spirituosen die Mädchen immer schöner geworden sind.

 

Kooperation mit Schnapsmuseum

Zahlreiche abgebildete Exponate und Dokumente stammen aus der Schatzkiste des Schwäbischen Schnapsmuseums in Bönnigheim. „Leiter Kurt Sartorius hat bereitwillig die Tore des Museums für mich geöffnet und so die umfangreiche bildliche Darstellung im Buch erst ermöglicht“, sagt Helmut Müller. Dass das Buch überhaupt entstanden ist, verdankt er Markus Weisser. Der gab dem Journalisten 2015 den Auftrag, den wieder ins Leben gerufenen Hammer Jubelbrand öffentlichkeitswirksam zu vermarkten. „Ich recherchierte, las mich ein, und nachdem ich auch die Spirituosen der Jubelbrand-Linie gekostet hatte – meiner Frau und meiner Tochter schmeckte vor allem der Kräuterlikör – war ich mir sicher: Dieses Unternehmen verdient es, erinnert zu werden“.

 

Das Buch wird am 9.11. um 19 Uhr offiziell im Mangold im Marra-Haus in der Unteren Neckarstraße vorgestellt. Weitere Termine: 10./11.11. um 17-22 Uhr in der Winery Heilbronn, 15.11. in der vhs Cäcilienstraße 54, 21.11. 18 Uhr im Schwäbischen Schnapsmuseum in Bönnigheim. Alle Vorstellungen sind verbunden mit einer Verkostung der Jubelbrandlinie

Info:

Das Buch „Wieviel schöner ist das Leben, wenn wir einen Hammer heben“ – Die Geschichte der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl von Helmut Müller ist im Verlag Laub erschienen und kostet 24,80 Euro. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, im Heilbronner-Stimme-Shop und bei der Heilbronner Touristinformation in der Kaiserstraße. Es kann auch online bei www.creativ-text.de sowie bei www.jubelbrand.de und über Amazon bestellt werden.

Der „Schlaue Klaus“ steigert Produktivität um bis zu 20 Prozent und mehr

Der intelligente Arbeitstisch „Schlauer Klaus“ des Creativ-Text-Kunden Optimum datamanagement soultions GmbH aus Karlsruhe sorgt für eine Null-Fehler-Fertigung, und steigert die Produktivität um 20 Prozent

 

Miroslawa Schneider ist ganz entspannt. Die Mitarbeiterin in der Elektronikfertigung bei der ZIEHL-ABEGG SE in Künzelsau bestückt Leiterplatten für EC-Motoren und -Ventilatoren. Dank ihres „Arbeitskollegen“ weiß sie: Sie kann nichts falsch machen. Das nimmt ihr den Druck bei der Arbeit, und die Sorge, vielleicht doch einen Fehler zu machen. Der „Schlaue Klaus“ – so heißt ihr „Kollege“ – ist ein aufmerksamer und zuverlässiger Beobachter. Dem mit Industriekameras ausgestatteten mitdenkenden Arbeitstisch der OPTIMUM datamanagement solutions GmbH aus Karlsruhe entgeht nichts. Und wenn Miroslawa Schneider alles richtiggemacht hat, dann erscheinen ein großes „O.K.“ und ein freundlicher Smiley auf dem Bildschirm. „Das Lob für die eigene Arbeit tut gut. Das System gibt einfach Sicherheit. Ich arbeite viel konzentrierter und auch schneller“, sagt die Bestückerin und geht motiviert an die nächste Leiterplatte.

 

Gewinnbringender Nebeneffekt

Vor der Integration des „Schlauen Klaus‘“ in den Fertigungsprozess des Ventilatorenspezialisten aus dem Hohenlohischen war die Arbeit für die Mitarbeiterinnen um Vieles anspruchsvoller. „Es blieb eine ständige Ungewissheit, und wir haben bei jeder Leiterplatte nach der Bestückung noch einmal gewissenhaft drübergeschaut, ob auf der Leiterplatte auch wirklich alle Teile am richtigen Platz und in der richtigen Ausrichtung vorhanden sind“, erklärt Miroslawa Schneider. Das entfällt nun komplett. Dadurch ist die Produktivität in der Linie um rund 20 Prozent gestiegen. Produktionsleiter Hermann Mütsch hat ursprünglich damit gar nicht gerechnet. „Bei der Idee, in der Bestückung ein automatisiertes Inspektionssystem mit direkter Rückmeldung einzuführen, ging es vor allem um die Absicherung unseres hohen Qualitätsstandards. Dass die Mitarbeiterinnen jetzt schneller hantieren, ist ein schöner Gewinn bringender Nebeneffekt“, freut sich der Elektroingenieur.

 

Blitz im Gehirn

Für den Ausbau der Leiterplattenbestückung in der Elektronikfertigung hat er nach einem System gesucht, das die manuelle Bestückung überwacht und Fehler sofort am Arbeitsplatz in Echtzeit an die arbeitende Person visualisiert zurückmeldet. „Der Schlaue Klaus war dann so etwas wie der Blitz im Gehirn“, erinnert sich Hermann Mütsch an die erste Demonstration des Systems in Karlsruhe. Er hat gleich sechs der intelligenten Assistenzsysteme bestellt und in eine neue Fertigungslinie integriert. In der Linie werden 15 verschiedene Teilenummern für drei Motorbaugrößen gefahren. Die Kapazität ist für 400.000 Leiterplatten im Zweischichtbetrieb ausgelegt. Pro Schicht sind neben dem Schichtführer sechs Bestückerinnen, drei Prüfer, ein Materialbereitsteller und ein Elektroniker für die Reparatur fehlerhafter Baugruppen beschäftigt.

Das Ensemble verbindet die bisher getrennten Arbeitsbereiche Bestückung und Leiterplattentest miteinander. Zusätzlich ist der Arbeitsgang Nutzentrennung angefügt. Bei diesem werden die runden Leiterplatten aus dem eckigen Nutzen gefräst. Die unkomplizierte Einbindung des Schlauen Klaus in das System hat Prozessplaner Heiko Spohn überrascht. „Trotz Sonderwünschen verlief die Installation und die Anbindung an die Steuerung der Fertigungslinie und unsere IT-Umgebung problemlos. Ein kleines, separates Programm für die Anbindung an die zentrale Steuerung war schnell geschrieben. Optimum war da sehr kooperativ und hat die Anforderung in das Lastenheft integriert“, sagt er.

 

Industrie 4.0-Lösung in Reinkultur

Über die Auftragsnummer erhält der Schlaue Klaus nun alle erforderlichen Daten aus der firmeninternen Datenbank für die Leiterplattenbestückung. Der intelligente Arbeitstisch leitet per Monitor den Mitarbeiter an, schaut ihm über die Schulter, verfolgt jeden Arbeitsschritt quasi nach dem Vier-Augen-Prinzip und bestätigt, wenn der Arbeitsvorgang mit Null Fehlern erfüllt ist. „Es erfolgt eine Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Der Mensch agiert, der Computer gibt grünes Licht, wenn die Aktion richtig war. Fehler werden sofort erkannt und der Mitarbeiter wird unmittelbar aufgefordert, zu korrigieren. Erst dann geht es weiter “, erläutert Diplom-Betriebswirt Wolfgang Mahanty. Der Geschäftsführer der OPTIMUM datamanagement solutions hat das System zusammen mit dem Optimum-Team entwickelt und zur Serienreife gebracht. Er sieht im Schlauen Klaus eine Industrie 4.0-Lösung in Reinkultur. „Der Schlaue Klaus weiß, was ist, kennt die komplexen Prozesse einer Fertigung, leitet diese an und gleicht ab, ob sie richtig ausgeführt sind“, skizziert er die Arbeitsweise. Als Spezialist für industrielle Bildverarbeitung und intelligente Datenbanksysteme hat er das Assistenzsystem so mit Schnittstellen ausgestattet, dass es mit anderen Software-Systemen der Kunden kommunizieren kann. Diese erlauben eine schnelle Integration in den Produktionsprozess und einen einfachen Datenaustausch mit den Systemen.

Der Schlaue Klaus besteht aus einem hochauflösenden HD-Touchscreen mit 21,5 Zoll, einer oder mehreren USB 3.0-Industriekameras mit Halbzoll-Sensoren und extrem hoher Auflösung bis zu 18 Megapixel, energieeffizienten LED-Panels mit einer Lichtstärke bis zu 2000 Lux und einem 4 Ghz Hochleistungsrechner einschließlich bis zu zwei integrierten Gigabit Netzwerkadaptern. Das System ist modular aufgebaut. Für den Praxisalltag hat OPTIMUM sechs Varianten vorkonfiguriert: Für Warenein- und -ausgang, Identifizierung, Kommissionierung, Endkontrolle und Montage. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen „Add-ons“ zur Variantensteuerung, Versionierung, Protokollierung und für den Support. Für spezielle Anwendungen gibt es eine breite Auswahl an Zubehör, vom Barcodeleser über RFID-Leser bis hin zum elektrischen Messgerät oder Drehmomentschlüssel.

 

Herzstück ist Bildverarbeitungssoftware

Das Herz des Schlauen Klaus ist die durch eine intelligente Datenbank gestützte Bildverarbeitungssoftware. Diese zerlegt Kundenprozesse in Teilschritte, überprüft deren richtige Abfolge und schlägt sowohl akustisch als auch visuell Alarm, wenn sie unkorrekt ausgeführt werden. Die Software kommuniziert mit den Kundensystemen und ist in der Lage, jeden Schritt lückenlos zu protokollieren und zu dokumentieren. „Rückrufaktionen, teure Reklamationen oder Nachsendungen von fehlenden Teilen gehören der Vergangenheit an“, meint Wolfgang Mahanty. Die gesammelten Daten können Kunden nutzen, Abläufe weiter zu optimieren oder auf andere Abläufe zu übertragen.

Schichtführer und Programmierer Stefan Weiß von ZIEHL-ABEGG ist vom Schlauen Klaus überzeugt. „Das System ist sehr bedienerfreundlich und lässt sich einfach programmieren“, versichert er. Er sieht vor allem drei Vorteile: Die Einarbeitungszeit hat sich extrem verkürzt, die Bestückungsqualität ist deutlich gestiegen und die Fehlerquote ist signifikant gesunken. Bei der Bestückung geht sie gegen Null. Wird ein Bauteil mit falscher Polarität eingesetzt oder ein Bauteil schräg eingebaut, meldet sich der wissende Kollege. Aus Sicht von Stefan Weiß wird dadurch ein hoher Standard festgelegt, der dem Anspruch des Unternehmens, der „Königsklasse“, gerecht wird.

 

Mit gutem Gefühl in den Feierabend

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen mit dem Schlauen Klaus sehr gut zurecht. Auch der Betriebsrat und die Datenschutzbeauftragte haben gegen das Assistenzsystem keinerlei Bedenken. Derzeit fertigt eine Bestückerin rund 160 Leiterplatten am Tag. Sie werden im Uhrzeigersinn abgearbeitet. Innerhalb der Linie wird rotiert. „Wir wechseln immer nach einer Woche zum nächsten Schlauen Klaus. Bei einem Arbeitsplatz werden Leiterplatten nach immer gleichem Muster montiert, bei den anderen beiden Arbeitsplätzen wechseln die Designs. Dadurch haben wir eine gewisse Abwechslung“, sagt Sara Kiss. Sie schätzt an dem System, dass sie Fehler sofort korrigieren und dann mit einem guten Gefühl in den Feierabend gehen kann. Jetzt sammelt ZIEHL-ABEGG Erfahrungen im Alltag. „Wir wollen herausfinden, ob es noch Schwachstellen gibt. Bei der Ergonomie beispielsweise oder der Beleuchtung“, sagt Hermann Mütsch.

Das System ist nahezu wartungsfrei. Nur Kameras und Bildschirme müssen von Zeit zu Zeit nachjustiert werden. Wie gut das System funktioniert, demonstriert Miroslawa Schneider nach Aufforderung mit einem Schmunzeln: Sie montiert ein Bauteil falsch herum auf die Leiterplatte – und der Schlaue Klaus verweigert prompt das „O.K.“ Bei der Einführung waren Bestückerinnen mit jahrelanger Erfahrung fest davon überzeugt, dass der Schlaue Klaus bei ihnen arbeitslos wird, weil er einfach nichts findet. Inzwischen sind sie froh und dankbar, den hilfsbereiten digitalen Kollegen an ihrer Seite zu haben

25 Jahre Creativ Text

Creativ Text feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Neukunden gewährt das Redaktionsbüro deshalb bis zum 31. März 2018 einen Jubelrabatt von 25 Prozent für jeden Erstauftrag. Bestehende Kunden erhalten in diesem Zeitraum einen Nachlass von 5 Prozent auf jeden Neuauftrag.
„Für Weltmarktführer in der Region Heilbronn-Franken und darüber hinaus haben wir in den letzten 25 Jahren solide, journalistisch kompetente Pressearbeit geleistet“, sagt Geschäftsführer Helmut Müller. Das Büro hat eine ganze Reihe an Kundenmagazinen und Mitarbeiterzeitschriften initiiert und über viele Jahre betreut wie das „Q-Journal“ der früheren Fiat Bank, den „Weber-Report“ von Weber-Hydraulik, „WE Connect“ von Würth Elektronik oder die „BITnews“ der BIT Ingenieure AG. Eine besondere Herausforderung war die Öffentlichkeitsarbeit bei Firmenjubiläen. 100 Jahre Koch & Mayer Heilbronn, 100 Jahre Schuller in Wertheim oder 75 Jahre Weber-Hydraulik in Güglingen sind Meilensteine in der Geschichte des Redaktionsbüros. „Hier haben wir nicht nur umfangreiche Firmenchroniken erstellt, sondern auch die Pressearbeit über ein Jahr gemanagt, die Öffentlichkeitsarbeit zu begleitenden Veranstaltungen konzipiert, Ausstellungen realisiert und Reden bis hin zum Betriebsrat geschrieben“, sagt Helmut Müller.
Derzeit plant das Redaktionsbüro ein neues Online-Portal für Pressetexte im B2B-Bereich.