Radschnellweg Heilbronn-Bad Wimpfen ist machbar

Die BIT Ingenieure AG, Kunde von Creativ Text, hat im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart eine Machbarkeitsstudie zu einer Radschnellverbindung zwischen Heilbronn und Bad Wimpfen erstellt. 

Das Land Baden-Württemberg hat mit der Anfang 2016 verabschiedeten Radstrategie einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten zehn Jahren vorgelegt. Eine zentrale Maßnahme ist die Umsetzung des Radnetzes Baden-Württemberg mit einer Länge von 7000 Kilometern, an das rund 700 Kommunen angeschlossen sind. Ein weiteres Ziel der Strategie ist, bis zum Jahr 2025 zehn Radschnellverbindungen im Land zu realisieren.

Mit einer landesweiten Potenzialanalyse und der Förderung von regionalen Machbarkeitsstudien sollen die Planungen zu Radschnellverbindungen zügig vorangetrieben werden, um anschließend auch schnell in die Umsetzung zu kommen. Inzwischen hat das Land drei Radschnellwege als Leuchtturmprojekte in eigener Bauträgerschaft angestoßen: die Strecken Heidelberg-Mannheim, Esslingen-Stuttgart und Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen.

Die Entscheidung für den Radschnellweg Heilbronn-Neckarsulm-Bad Wimpfen wurde getroffen auf der Grundlage einer von BIT Ingenieure erstellten Machbarkeitsstudie im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart. Zwei Alternativen standen dabei zur Auswahl: Am Neckar entlang oder parallel der Bundestraße 27 und längs durch Heilbronn und Neckarsulm. Die Trasse „Neckar“ verläuft westlich des Neckarkanals weitgehend anbaufrei, die Trasse „B27“ östlich entlang der Bundesstraße weitgehend durch Siedlungsgebiet. Ausgangspunkt waren die im Radnetz Baden-Württemberg verzeichneten vorhandenen Verbindungen.

Strecke erkundet

Die Strecken wurden vor Ort abgefahren und ihr Zustand sowie die Wegführungen geprüft. Dabei wurde auch ermittelt, wo sie wie breit angelegt sind, inwieweit sich die Radfahrer die Strecken mit Fußgängern teilen müssen, welche Querungen es gibt und wie diese gestaltet sind, ob beispielsweise durch Unterführungen oder Lichtsignalanlagen, wo es überall Stellen gibt, welche die Radfahrer zum Halten zwingen und diese damit nur schleppend vorankommen.

Darüber hinaus wurde geprüft, in welchem Ausmaß Schutzgebiete berührt werden, welche Attraktivitätspunkte wie etwa Schwimmbad, Rathaus, Museen oder auch Bus- und S-Bahn-Haltestellen verortet sind und wie sich die Pendlerverflechtungen darstellen. Die Zahl der Ein- und Auspendler im Planungsraum, die für die Radschnellwegtrassen infrage kommen, spricht eine deutliche Sprache: Nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Zahlen von 2014) pendeln an einem Werktag über 16 000 Verkehrsteilnehmer aus den umliegenden Städten und Gemeinden in Neckarsulm zu ihren Arbeitsstätten ein und aus, in Heilbronn über 17 600.

Hinzu kommen die Pendler zu Schulen, Gerichten, Ärzten, sozialen und kirchlichen Institutionen, Freizeiteinrichtungen, aber auch zu Restaurants, Weinstuben oder sportlichen oder kulturellen Zielen wie Stadion, Theater, Museen. Genügend Potenzial also für einen regen Verkehr auf einer zukünftigen Radautobahn.

Im Vergleich der beiden Trassen schneidet die rund 18 Kilometer lange Trasse westlich entlang des Neckars deutlich besser ab als die Trasse entlang der B 27 und durch die beiden Städte. Bei der Trasse entlang der Bundesstraße ergeben sich teilweise erhebliche bauliche Zwänge. Zudem verlängert die Vielzahl an (innerstädtischen) Lichtsignalanlagen die Reisezeit für den Radfahrer.

Grundlage für Fachplanungen

Aus planerischer Sicht steht im nächsten Schritt die Detailanalyse an. Wie ist der bauliche Zustand, reichen die Sichtverhältnisse aus, gibt es Angsträume, die beleuchtet werden müssen – ein Ensemble vieler Details, die es auszuwerten gilt. Im Anschluss daran können Handlungsmaßnahmen abgeleitet, Lösungen erarbeitet und ein Realisierungsplan für eine stufenweise Umsetzung von Streckenabschnitten aufgestellt werden. Die Machbarkeitsstudie schafft damit die Grundlage für weitere, vertiefende Fachplanungen wie beispielsweise die konkrete Trassenfindung, Priorisierung von Streckenabschnitten, Umweltverträglichkeitsprüfung oder die Ausstattung mit Verkehrsanlagen oder Beleuchtungselementen.

Ganz abgesehen davon ist die Politik gefragt, die überörtliche Zuständigkeit für Radschnellwege sowie Finanzierung und Förderung zu klären, Öffentlichkeitsarbeit sowie Bürgerbeteiligungen durchzuführen und Marketingmaßnahmen zu entwickeln. Schließlich soll den Autofahrern der Radschnellweg und das Radfahren schmackhaft gemacht werden.

Volker Mörgenthaler / Mara Elisa Sefrin

Die Autoren
Dr.-Ing. Volker Mörgenthaler, Öhringen, ist Vorstandsvorsitzender bei BIT Ingenieure (Hauptsitz Karlsruhe),
Mara Elisa Sefrin, Öhringen, ist Projektleiterin im Unternehmen

Info: Radschnellwegverbindungen sind nach der Beschreibung der Forschungs­gesellschaft für Straßenverkehrswesen mindestens fünf Kilometer lang und erlauben eine Durchschnittsreise­geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Solche Fahrradautobahnen sollten außerdem so breit ausgebaut sein, dass zwei Fahrräder nebeneinander verkehren und ohne Störung durch ein drittes Fahrrad überholt werden können.

Um schnell voranzukommen, empfehlen die Experten zudem, die Strecke möglichst flach zu halten und mit einem reibungsarmen Belag auszustatten. Hinsichtlich der Sicherheit sollte Winterdienst gewährleistet sein, ebenso Beleuchtung, vor allem in Bereichen mit wenig sozialer Kontrolle. Ergänzend dazu erhöhen Servicestationen mit Unterständen, Radabstellanlagen, Luftpumpen oder Schlauchstationen den Komfort für die Radfahrer.

Buch zur Hammer-Brennerei Landauer & Macholl erscheint

Creativ Texter Helmut Müller hat ein Buch geschrieben: „Wieviel schöner ist das Leben, wenn wir einen Hammer heben“ – die Geschichte der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl. Das Buch erscheint am 9. November 2017

 

Hammer Jubelbrand – die Legende lebt

Alteingesessene Heilbronner kennen ihn noch, den legendären Hammer Jubelbrand – ein zart-duftender, milder Weinbrand in V.V.S.O.P.-Qualität von der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl. Die Renaissance des Edelweinbrands 2015 gab dem freien Texter und Journalisten Helmut Müller den Anstoß zu Recherchen über die Hammer-Brennerei. Entstanden ist ein reich bebildertes Porträt eines jüdischen Familienunternehmens, das über vier Generationen Heilbronner Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat.

 

Unbekannte Quellen gesichtet

1861 vom jüdischen Kaufmann Max Landauer gegründet, entwickelt sich das Unternehmen Landauer & Macholl mit dem Markenzeichen Hammer zum größten Spirituosenhersteller im südwestdeutschen Raum mit dem bundesweit breitesten Spektrum an hochwertigen Spirituosen. Für das Buch hat Helmut Müller in Archiven in Heilbronn, Gerabronn, Crailsheim, Ludwigsburg, Stuttgart und München bislang unbekannte Quellen zur Familie des Firmengründers Max Landauer ausfindig gemacht. „Es war ungemein spannend nachzuvollziehen, unter welchen Umständen Max Landauer aufgewachsen ist und wie er sich schließlich 1861 mit einem Spirituosenhandel in Heilbronn niedergelassen hat“, sagt der Autor.

 

Geschichte jüdischen Lebens

Die Geschichte der Hammer-Brennerei ist zugleich eine Geschichte jüdischen Unternehmertums. Das Buch gibt Einblick in die jüdische Lebensweise, die jüdischer Kultur und das jüdische Netzwerk. Es schildert aber auch eindringlich die Zeiten der Verfolgung, Erniedrigung, Verleumdung und Entrechtung. Ausführlich wird das Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Familie Landauer und das Unternehmen geschildert, die komplette Zerstörung der Wohnungen einen Tag nach der Reichskristallnacht, die Arisierung des Unternehmens und der lange „schmähliche Kampf um die Wiedergutmachung nach dem Krieg“, so Helmut Müller.

 

Zeitzeugen befragt

Zur Nachkriegsgeschichte hat er viele Zeitzeugen befragt, darunter zahlreiche noch lebende ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hammer-Brennerei. Eine Gruppe trifft sich regelmäßig zweimal im Jahr im Café des Insel-Hotels und tauscht Erinnerungen aus. „So ist eine sehr lebendige Darstellung entstanden, die die Arbeitsatmosphäre und das Betriebsklima bei der Hammer-Brennerei sehr anschaulich schildert“, sagt Helmut Müller.

 

Anekdoten und Geschichten von Prominenten

Ergänzt wird das Buch mit Anekdoten und Schilderungen rund um die Hammer-Brennerei von Persönlichkeiten aus Politik und Kultur. Der in Heilbronn geborene Autor Rainer Moritz beispielsweise sinniert über die Werbung der Hammer-Brennerei. Der frühere Roigheimer Bürgermeister Dieter Schille skizziert die Rolle von Emil Stückle, Leiter des Berliner Verkaufsbüros von Landauer & Macholl. Steffen Schoch, Leiter der Heilbronn Marketing Gesellschaft, erinnert sich an seine Großmutter, die bei der Hammer-Brennerei einfach so aus Spaß gearbeitet hat. Und der frühere Friedrichshaller Bürgermeister Eugen Kocher weiß noch, wie nach dem Besuch seiner Abiturklasse bei der Hammer-Brennerei und der Verkostung diverser Spirituosen die Mädchen immer schöner geworden sind.

 

Kooperation mit Schnapsmuseum

Zahlreiche abgebildete Exponate und Dokumente stammen aus der Schatzkiste des Schwäbischen Schnapsmuseums in Bönnigheim. „Leiter Kurt Sartorius hat bereitwillig die Tore des Museums für mich geöffnet und so die umfangreiche bildliche Darstellung im Buch erst ermöglicht“, sagt Helmut Müller. Dass das Buch überhaupt entstanden ist, verdankt er Markus Weisser. Der gab dem Journalisten 2015 den Auftrag, den wieder ins Leben gerufenen Hammer Jubelbrand öffentlichkeitswirksam zu vermarkten. „Ich recherchierte, las mich ein, und nachdem ich auch die Spirituosen der Jubelbrand-Linie gekostet hatte – meiner Frau und meiner Tochter schmeckte vor allem der Kräuterlikör – war ich mir sicher: Dieses Unternehmen verdient es, erinnert zu werden“.

 

Das Buch wird am 9.11. um 19 Uhr offiziell im Mangold im Marra-Haus in der Unteren Neckarstraße vorgestellt. Weitere Termine: 10./11.11. um 17-22 Uhr in der Winery Heilbronn, 15.11. in der vhs Cäcilienstraße 54, 21.11. 18 Uhr im Schwäbischen Schnapsmuseum in Bönnigheim. Alle Vorstellungen sind verbunden mit einer Verkostung der Jubelbrandlinie

Info:

Das Buch „Wieviel schöner ist das Leben, wenn wir einen Hammer heben“ – Die Geschichte der Heilbronner Hammer-Brennerei Landauer & Macholl von Helmut Müller ist im Verlag Laub erschienen und kostet 24,80 Euro. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, im Heilbronner-Stimme-Shop und bei der Heilbronner Touristinformation in der Kaiserstraße. Es kann auch online bei www.creativ-text.de sowie bei www.jubelbrand.de und über Amazon bestellt werden.

Der „Schlaue Klaus“ steigert Produktivität um bis zu 20 Prozent und mehr

Der intelligente Arbeitstisch „Schlauer Klaus“ des Creativ-Text-Kunden Optimum datamanagement soultions GmbH aus Karlsruhe sorgt für eine Null-Fehler-Fertigung, und steigert die Produktivität um 20 Prozent

 

Miroslawa Schneider ist ganz entspannt. Die Mitarbeiterin in der Elektronikfertigung bei der ZIEHL-ABEGG SE in Künzelsau bestückt Leiterplatten für EC-Motoren und -Ventilatoren. Dank ihres „Arbeitskollegen“ weiß sie: Sie kann nichts falsch machen. Das nimmt ihr den Druck bei der Arbeit, und die Sorge, vielleicht doch einen Fehler zu machen. Der „Schlaue Klaus“ – so heißt ihr „Kollege“ – ist ein aufmerksamer und zuverlässiger Beobachter. Dem mit Industriekameras ausgestatteten mitdenkenden Arbeitstisch der OPTIMUM datamanagement solutions GmbH aus Karlsruhe entgeht nichts. Und wenn Miroslawa Schneider alles richtiggemacht hat, dann erscheinen ein großes „O.K.“ und ein freundlicher Smiley auf dem Bildschirm. „Das Lob für die eigene Arbeit tut gut. Das System gibt einfach Sicherheit. Ich arbeite viel konzentrierter und auch schneller“, sagt die Bestückerin und geht motiviert an die nächste Leiterplatte.

 

Gewinnbringender Nebeneffekt

Vor der Integration des „Schlauen Klaus‘“ in den Fertigungsprozess des Ventilatorenspezialisten aus dem Hohenlohischen war die Arbeit für die Mitarbeiterinnen um Vieles anspruchsvoller. „Es blieb eine ständige Ungewissheit, und wir haben bei jeder Leiterplatte nach der Bestückung noch einmal gewissenhaft drübergeschaut, ob auf der Leiterplatte auch wirklich alle Teile am richtigen Platz und in der richtigen Ausrichtung vorhanden sind“, erklärt Miroslawa Schneider. Das entfällt nun komplett. Dadurch ist die Produktivität in der Linie um rund 20 Prozent gestiegen. Produktionsleiter Hermann Mütsch hat ursprünglich damit gar nicht gerechnet. „Bei der Idee, in der Bestückung ein automatisiertes Inspektionssystem mit direkter Rückmeldung einzuführen, ging es vor allem um die Absicherung unseres hohen Qualitätsstandards. Dass die Mitarbeiterinnen jetzt schneller hantieren, ist ein schöner Gewinn bringender Nebeneffekt“, freut sich der Elektroingenieur.

 

Blitz im Gehirn

Für den Ausbau der Leiterplattenbestückung in der Elektronikfertigung hat er nach einem System gesucht, das die manuelle Bestückung überwacht und Fehler sofort am Arbeitsplatz in Echtzeit an die arbeitende Person visualisiert zurückmeldet. „Der Schlaue Klaus war dann so etwas wie der Blitz im Gehirn“, erinnert sich Hermann Mütsch an die erste Demonstration des Systems in Karlsruhe. Er hat gleich sechs der intelligenten Assistenzsysteme bestellt und in eine neue Fertigungslinie integriert. In der Linie werden 15 verschiedene Teilenummern für drei Motorbaugrößen gefahren. Die Kapazität ist für 400.000 Leiterplatten im Zweischichtbetrieb ausgelegt. Pro Schicht sind neben dem Schichtführer sechs Bestückerinnen, drei Prüfer, ein Materialbereitsteller und ein Elektroniker für die Reparatur fehlerhafter Baugruppen beschäftigt.

Das Ensemble verbindet die bisher getrennten Arbeitsbereiche Bestückung und Leiterplattentest miteinander. Zusätzlich ist der Arbeitsgang Nutzentrennung angefügt. Bei diesem werden die runden Leiterplatten aus dem eckigen Nutzen gefräst. Die unkomplizierte Einbindung des Schlauen Klaus in das System hat Prozessplaner Heiko Spohn überrascht. „Trotz Sonderwünschen verlief die Installation und die Anbindung an die Steuerung der Fertigungslinie und unsere IT-Umgebung problemlos. Ein kleines, separates Programm für die Anbindung an die zentrale Steuerung war schnell geschrieben. Optimum war da sehr kooperativ und hat die Anforderung in das Lastenheft integriert“, sagt er.

 

Industrie 4.0-Lösung in Reinkultur

Über die Auftragsnummer erhält der Schlaue Klaus nun alle erforderlichen Daten aus der firmeninternen Datenbank für die Leiterplattenbestückung. Der intelligente Arbeitstisch leitet per Monitor den Mitarbeiter an, schaut ihm über die Schulter, verfolgt jeden Arbeitsschritt quasi nach dem Vier-Augen-Prinzip und bestätigt, wenn der Arbeitsvorgang mit Null Fehlern erfüllt ist. „Es erfolgt eine Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Der Mensch agiert, der Computer gibt grünes Licht, wenn die Aktion richtig war. Fehler werden sofort erkannt und der Mitarbeiter wird unmittelbar aufgefordert, zu korrigieren. Erst dann geht es weiter “, erläutert Diplom-Betriebswirt Wolfgang Mahanty. Der Geschäftsführer der OPTIMUM datamanagement solutions hat das System zusammen mit dem Optimum-Team entwickelt und zur Serienreife gebracht. Er sieht im Schlauen Klaus eine Industrie 4.0-Lösung in Reinkultur. „Der Schlaue Klaus weiß, was ist, kennt die komplexen Prozesse einer Fertigung, leitet diese an und gleicht ab, ob sie richtig ausgeführt sind“, skizziert er die Arbeitsweise. Als Spezialist für industrielle Bildverarbeitung und intelligente Datenbanksysteme hat er das Assistenzsystem so mit Schnittstellen ausgestattet, dass es mit anderen Software-Systemen der Kunden kommunizieren kann. Diese erlauben eine schnelle Integration in den Produktionsprozess und einen einfachen Datenaustausch mit den Systemen.

Der Schlaue Klaus besteht aus einem hochauflösenden HD-Touchscreen mit 21,5 Zoll, einer oder mehreren USB 3.0-Industriekameras mit Halbzoll-Sensoren und extrem hoher Auflösung bis zu 18 Megapixel, energieeffizienten LED-Panels mit einer Lichtstärke bis zu 2000 Lux und einem 4 Ghz Hochleistungsrechner einschließlich bis zu zwei integrierten Gigabit Netzwerkadaptern. Das System ist modular aufgebaut. Für den Praxisalltag hat OPTIMUM sechs Varianten vorkonfiguriert: Für Warenein- und -ausgang, Identifizierung, Kommissionierung, Endkontrolle und Montage. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen „Add-ons“ zur Variantensteuerung, Versionierung, Protokollierung und für den Support. Für spezielle Anwendungen gibt es eine breite Auswahl an Zubehör, vom Barcodeleser über RFID-Leser bis hin zum elektrischen Messgerät oder Drehmomentschlüssel.

 

Herzstück ist Bildverarbeitungssoftware

Das Herz des Schlauen Klaus ist die durch eine intelligente Datenbank gestützte Bildverarbeitungssoftware. Diese zerlegt Kundenprozesse in Teilschritte, überprüft deren richtige Abfolge und schlägt sowohl akustisch als auch visuell Alarm, wenn sie unkorrekt ausgeführt werden. Die Software kommuniziert mit den Kundensystemen und ist in der Lage, jeden Schritt lückenlos zu protokollieren und zu dokumentieren. „Rückrufaktionen, teure Reklamationen oder Nachsendungen von fehlenden Teilen gehören der Vergangenheit an“, meint Wolfgang Mahanty. Die gesammelten Daten können Kunden nutzen, Abläufe weiter zu optimieren oder auf andere Abläufe zu übertragen.

Schichtführer und Programmierer Stefan Weiß von ZIEHL-ABEGG ist vom Schlauen Klaus überzeugt. „Das System ist sehr bedienerfreundlich und lässt sich einfach programmieren“, versichert er. Er sieht vor allem drei Vorteile: Die Einarbeitungszeit hat sich extrem verkürzt, die Bestückungsqualität ist deutlich gestiegen und die Fehlerquote ist signifikant gesunken. Bei der Bestückung geht sie gegen Null. Wird ein Bauteil mit falscher Polarität eingesetzt oder ein Bauteil schräg eingebaut, meldet sich der wissende Kollege. Aus Sicht von Stefan Weiß wird dadurch ein hoher Standard festgelegt, der dem Anspruch des Unternehmens, der „Königsklasse“, gerecht wird.

 

Mit gutem Gefühl in den Feierabend

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen mit dem Schlauen Klaus sehr gut zurecht. Auch der Betriebsrat und die Datenschutzbeauftragte haben gegen das Assistenzsystem keinerlei Bedenken. Derzeit fertigt eine Bestückerin rund 160 Leiterplatten am Tag. Sie werden im Uhrzeigersinn abgearbeitet. Innerhalb der Linie wird rotiert. „Wir wechseln immer nach einer Woche zum nächsten Schlauen Klaus. Bei einem Arbeitsplatz werden Leiterplatten nach immer gleichem Muster montiert, bei den anderen beiden Arbeitsplätzen wechseln die Designs. Dadurch haben wir eine gewisse Abwechslung“, sagt Sara Kiss. Sie schätzt an dem System, dass sie Fehler sofort korrigieren und dann mit einem guten Gefühl in den Feierabend gehen kann. Jetzt sammelt ZIEHL-ABEGG Erfahrungen im Alltag. „Wir wollen herausfinden, ob es noch Schwachstellen gibt. Bei der Ergonomie beispielsweise oder der Beleuchtung“, sagt Hermann Mütsch.

Das System ist nahezu wartungsfrei. Nur Kameras und Bildschirme müssen von Zeit zu Zeit nachjustiert werden. Wie gut das System funktioniert, demonstriert Miroslawa Schneider nach Aufforderung mit einem Schmunzeln: Sie montiert ein Bauteil falsch herum auf die Leiterplatte – und der Schlaue Klaus verweigert prompt das „O.K.“ Bei der Einführung waren Bestückerinnen mit jahrelanger Erfahrung fest davon überzeugt, dass der Schlaue Klaus bei ihnen arbeitslos wird, weil er einfach nichts findet. Inzwischen sind sie froh und dankbar, den hilfsbereiten digitalen Kollegen an ihrer Seite zu haben

25 Jahre Creativ Text

Creativ Text feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Neukunden gewährt das Redaktionsbüro deshalb bis zum 31. März 2018 einen Jubelrabatt von 25 Prozent für jeden Erstauftrag. Bestehende Kunden erhalten in diesem Zeitraum einen Nachlass von 5 Prozent auf jeden Neuauftrag.
„Für Weltmarktführer in der Region Heilbronn-Franken und darüber hinaus haben wir in den letzten 25 Jahren solide, journalistisch kompetente Pressearbeit geleistet“, sagt Geschäftsführer Helmut Müller. Das Büro hat eine ganze Reihe an Kundenmagazinen und Mitarbeiterzeitschriften initiiert und über viele Jahre betreut wie das „Q-Journal“ der früheren Fiat Bank, den „Weber-Report“ von Weber-Hydraulik, „WE Connect“ von Würth Elektronik oder die „BITnews“ der BIT Ingenieure AG. Eine besondere Herausforderung war die Öffentlichkeitsarbeit bei Firmenjubiläen. 100 Jahre Koch & Mayer Heilbronn, 100 Jahre Schuller in Wertheim oder 75 Jahre Weber-Hydraulik in Güglingen sind Meilensteine in der Geschichte des Redaktionsbüros. „Hier haben wir nicht nur umfangreiche Firmenchroniken erstellt, sondern auch die Pressearbeit über ein Jahr gemanagt, die Öffentlichkeitsarbeit zu begleitenden Veranstaltungen konzipiert, Ausstellungen realisiert und Reden bis hin zum Betriebsrat geschrieben“, sagt Helmut Müller.
Derzeit plant das Redaktionsbüro ein neues Online-Portal für Pressetexte im B2B-Bereich.

Hammer-Jubelbrand erlebt Renaissance

Der legendäre Heilbronner Weinbrand „Hammer-Jubelbrand“ erlebt eine Wiedergeburt. 1961 zum hundertjährigen Jubiläum der Heilbronner Branntwein- und Spirituosenfabrik Landauer & Macholl auf den Markt gebracht, bringt der regionale Unternehmer Markus Weisser den Weinbrand wieder in die Regale. Creativ Text begleitet die Positionierung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

„Wenn ich von den Weinbergen um Heilbronn übers Land schaue, dann bin ich jedes Mal von dieser wunderbaren gegen fasziniert“, sagt der Geschäftsführer der BW-Brennschneidtechnik in Erlenbach. Die Region sei landschaftlich reizvoll, wirtschaftlich stark und bringe Produkte von hoher Qualität hervor.
Genau das spiegelt sich seiner Meinung nach auch im Hammer-Jubelbrand. „Von dieser heute vergessenen Heilbronner Edelmarke hatten meine Großeltern noch eine Flasche im Keller. Ich durfte ihn probieren und war begeistert. Ein solcher Brand verdient es, wiederbelebt zu werden“, sagt er. So fasste er den Beschluss, die Marke neu aus der Taufe zu heben.

 

Weinbrand in V.V.S.O.P.-Qualität

Lange Zeit hat er in der Region nach einer Brennerei gesucht, die den Weinbrand nach seinen Qualitätsvorstellungen und vor allem in ausreichender Menge herstellen kann. Vergeblich. In der Brennerei Back in Dudenhofen bei Speyer hat er schließlich einen leistungsfähigen Partner gefunden. „Die Weine für den Brand kommen aus Baden-Württemberg, der Pfalz und aus Frankreich“, erklärt Markus Weisser. Produziert wird auf V.V.S.O.P.-Niveau. Das heißt: Der Weinbrand aus dem jüngsten für den Brand verwendeten Fass hat mindestens vier Jahre gelagert.

 

Hammer als Warenzeichen

Die Geschichte des Brandes beginnt 1861. Der jüdische Kaufmann Max Landerer gründet in Heilbronn eine Firma für den Verkauf von Spirituosen und Zigarren. Im Kirchhöfle beginnt er hochwertige Cognacs nach französischem Vorbild zu produzieren. 1866 nimmt Max Landauer seinen Schwager Leopold Macholl mit ins Geschäft. Dieser verlässt das Unternehmen aber schon 1874. Der Name Landerer & Macholl aber bleibt bestehen. 1894 führt das florierende und mehrfach bei Weltausstellungen ausgezeichnete Unternehmen den Hammer als Warenzeichen ein. Es lehnt sich an die französische Edel-Cognac-Marke Martell an und erinnert an Karl Martell, der als Retter des christlichen Abendlandes gilt. Seine kriegerischen Erfolge brachten ihm den Beinamen Martellus (Hammer) ein.

 

Hochblüte und Untergang

In dritter Generation übernimmt Fritz Landauer 1925 die Geschäftsleitung. Nach Enteignung im Dritten Reich und Neugründung nach dem Krieg entwickelt sich die Brennerei Landauer & Macholl bis in die 1970er Jahre zum größten Spirituosen-Abnehmer in Baden-Württemberg und ist umsatzstärkster Getränke-Hersteller in der Region Heilbronn-Franken.
Personalprobleme, die mehrmalige Erhöhung der Alkoholsteuer und versäumte Investitionen führen 1981 zur Schließung des Unternehmens. Firmennamen, Warenzeichen und Rezepturen werden an die Berliner Spirituosenspezialisten Mampe verkauft. Die Marke wird noch einige Jahre weitergeführt und dann von Mampe aufgegeben.

 

Renaissance einer Edelmarke

Markus Weisser hat die Markenrechte „zu einem moderaten Preis“ übernommen. „Aber nicht nur für den Jubelbrand, sondern auch für andere von Landauer & Macholl hergestellte Spirituosen, vom Kräuterlikör über Fruchtliköre bis hin zu Schnäpsen und Melissengeist “, sagt er. So werden nun auch ein Williams-Christ und ein Kräuterbrand nach alter Hammer-Tradition in der pfälzischen Qualitätsbrennerei hergestellt. Die Birnen für den Williams-Christ kommen von heimischen Streuobstwiesen, die Essenzen für den Kräuterbrand liefern ökologische Betriebe. „Mit den Hammer-Produkten können die Verbraucher Tradition neu erleben. Es sind Köstlichkeiten aus der Natur für den puren Genuss“, schwärmt Markus Weisser. Zu Weihnachten will er seine Kunden mit diesen Köstlichkeiten beglücken. Und er hofft, dass andere Unternehmer es ihm nachtun.
Offizielle Premiere in Heilbronn feiert der Hammer Jubelbrand am 5. Dezember mit der Eröffnung der „Brasserie Mangold“ im neuen Massa-Haus am Neckarufer. Als erster Einzelhändler führt Feinkost Müller in der Heilbronner Titotstraße den Edelweinbrand im Regal.

Vorsprung vorprogrammiert

„Vorsprung in Sekunden“ ist das Motto der CHIRON Group in Tuttlingen. Für den weltweit agierenden Maschinenbauer betreut Creativ Text redaktionell das Kundenmagazin SPEEDfactor“. In der ersten Ausgabe 2016 geht es schwerpunktmäßig um das Thema Industrie 4.0. Die CHIRON Group konzentriert sich dabei auf die Werkzeugmaschine und die auf ihr aufgebauten Zellen. Unter dem Schlagwort „Digitally Enhanced Machining“ fasst das Unternehmen Innovationen bei der Digitalisierung des Zerspanungsprozesses zusammen.

 

Horizontal und vertikal vernetzt

So hat CHIRON die mit der Software ProcessLine die Prozesssimulation auf den digital beschriebenen Prozess erweitert. Über das EPS-System und unterstützt durch das Werkzeugüberwachungswsystem „Artis“ überwacht das Unternehmen seine Maschinen im Fernzugriff und sichert damit eine hohe Verfügbarkeit. Integrierte Automation in Roboterzellen sorgen für eine horizontale Vernetzuung entlang der Wertschöpfungskette. Das „wissende Werkstück“ setzt CHIRON über RFID Transponder um. Und mit dem Softwarepaket „CHIRON DataLine“ können Kunden über das Fabrikmanagement Bediener, Technologen, Einkäufer, Qualitätsmanager, ITler und Instandhalter vertikal miteinander vernetzen und über umfangreiche Maschinendatenauswertungen die Produktivität steigern.

Die CHIRON Group liefert elementare Bausteine für die Smart Factory. Die Komponenten des Maschinenbauers sammeln Daten über den Produktionsprozess, verdichten sie und spielen sie intelligent aufbereitet in die Kundensysteme ein. Dies konnten interessierte Kunden bei der diesjährigen OPEN House Messe im März live erfahren.

 

Die DNA der Gruppe stärken

Weitere Themen der ersten Ausgabe des SPEEDfactors in die4sem jahr: Das neue Prptotypen-Center von CHIRON, eine Zusammenfassung des Medizintechnischen Kolloquiums im November vergangenen Jahres, ein Anwenderporträt und die Entwicklung der italienischen Niederlassung der Unternehmensgruppe. In einem Interview skizziert Dr. Markus Flik, Vorstandssprecher der CHIRON Group, die „DNA“ der Gruppe. Aus seiner Sicht können mit CHIRON Maschinen Großserien mit hoher Dynamik und in bester Qualität gefertigt werden. Diese Stärke will CHIRON ausbauen mit neuen Produkten auf der Basis von Plattformen, mit konsequenter Digitalisierung der Maschinen und mit Erhöhung des Servicegrads. Außerdem sollen Synergien unter den Gruppenmitgliedern genutzt und die Zusammenarbeit zwischen  den Gesellschaften soll weiter intensiviert werden.

Ehrliche Weine mit großer Aromenvielfalt

Creativ Text unterstützt eine bundesweite Kampagne für Pay d’Oc IGP-Weine aus dem Languedoc-Rouissillon mit Berichten und Reportagen zu Verkostungsevents wie die Veranstaltung in Köln.

Pay d’Oc IGP-Weine haben ein unschlagbares Preis-Qualitätsverhältnis und bieten dank der 56 zugelassenen Rebsorten eine außergewöhnliche Vielfalt. Das ist das Ergebnis eines Workshops für Weinfachhändler im renommierten Weinlokal „Wein am Rhein“ in Köln.

Christoph Landwehrs ist begeistert.  „Die Auswahl der Weine war ehrlich und nicht von Interessen geleitet. Sie zeigte die Vielfältigkeit und vor allem die Qualität der Pay d’Oc IGP Weine. Von den 27 vorgestellten Weinen kann ich nahezu alle wärmstens empfehlen“, sagt er am Ende eines Workshops für Weinfachhändler im Weinlokal „Wein am Rhein“ in Köln.  Zu der Veranstaltung hatte die Inter Oc, der Fachverband für Pays d’Oc IGP Weine, eingeladen. Im Vorfeld des Workshop hatte das Fachmagazin Wein+Markt zusammen mit Sommelière Verena Herzog aus 80 Weinen 27 ausgewählt. Die diplomierte Weinakademikerin ist seit vielen Jahren Botschafterin von Pays d’Oc IGP in Deutschland. Sie schwört auf die eleganten, unkomplizierten Weine „mit hohem Spaß- und Genussfaktor“ und wird nicht müde, ihre Weinerfahrung mit den Gewächsen aus dem Languedoc-Roussillon in Seminaren, Schulungen und Workshops weiterzugeben. „Es sind Weine, wie sie hierzulande gerne getrunken werden, authentisch, rebsortenrein und mit individuellem Charakter“, sagt sie bei der Einführung in die Welt der Pays d’Oc IGP Weine.

Hoher Exportanteil geht nach Deutschland

Die Weinfachhändler folgen konzentriert den Weinsvorstellungen der Sommelière und ihren Ausführungen über Anbaumethoden, Rebsortenpflege und Qualitätsprüfungen.  Überrascht zeigen sich die Weinfachhändler über die von Verena Herzog bilanzierte Erfolgsbilanz der Pay d’Oc  IGP Weine: Nummer eins am französischen Markt bei den Stillweinen, Nummer 6 weltweit für Rebsortenweine, 800 Millionen Flaschen pro Jahr, 1.800 Weingüter, 230 Genossenschaften, Export in 170 Länder der Erde, 70 % nach Europa, 25 % nach Deutschland. „In wenigen Jahren haben sich vor allem die Rosés der Pays d`Oc IGP zum Marktführer in Frankreich entwickelt , sie stellen damit 5 % der weltweiten Produktion an Roséweinen und liegen im Absatz Inland vor den Weinen der Provence, gefolgt von Loire, Vallée du Rhône und Bordeaux“, erkläret Verena Herzog.

Fast 90 % sind reinsortige Rebsortenweine. Hauptrebsorten bei den Rotweinen sind Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah, zu den Rising Stars zählen Grenache, Pinot Noir und Cabernet Franc. Bei den Weißweinen werden vor allem Chardonnay, Sauvignon Blanc und Viognier verkauft, beliebt sind inzwischen aber auch Grenache Blanc, Muscat Petit Grain und Vermentino. Bei den Roséweinen dominieren Grenache Cinsault und Syrah, im Kommen sind Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

Pays d’Oc Weine sind die Nummer eins am französischen Markt bei den Stillweinen und die Nummer drei im Wert. Sämtliche Weine mit Pays d’Oc IGP-Zertifikat sind von Weinexperten verkostet. Die Weine werden dabei dreifach kontrolliert, von den Weingütern, von externen Zertifizierungsstellen und von Endverbrauchern. Insgesamt werden pro Jahr 22.000 Weine kontrolliert verkostet. Das hat die Weinfachhändler in Staunen versetzt und viel Anerkennung bewirkt.

Enorme Diversität an Bodenarten

Die Payd’Oc IGP Weine repräsentieren laut Verena Herzog rund 115.000 Hektar Rebfläche. Das entspricht rund 50 % der gesamten Anbaufläche im Languedoc-Roussillon, 15 % des französischen Weinbaugebietes insgesamt und 15 % der französischen Weinproduktion. Das Pays d’Oc erstreckt sich vom westlichen Rhône-Tal bis zu den Pyrenäen und von den Stränden des Mittelmeers bis zu den Cevennen und den Hängen der Montagne Noire. Es umfasst Weine aus den Départements Aude 34 %), L’Hérault (34 %), Gard (30 %), Pyrénées-Orientales (1 %) und aus sechs Gemeinden des Départements Lozère.

Zweihundert Kilometer Strand und ein von der Sonne verwöhntes Rebenmeer kennzeichnen das Gebiet im Languedoc-Roussillon ebenso wie die steilen Hänge der Pyrenäen, waldreiche Täler, die wilde Garrigue, die Lagunenseen (Etangs) und das Mittelmeer. „Die Herkunftsregion bietet eine enorme Diversität an verschiedenen Bodenarten. Von tiefgründigen Kiesböden, Sandstein und Mergel, Kalk und Schiefer sowie Ton, Sandböden und Basalt sind eine Vielzahl verschiedener Böden und entsprechender Zusammensetzungen zu finden“, erklärt Verena Herzog.

In dieser Landschaft von ursprünglichem Reichtum gedeihen die Reben unter idealen Bedingungen, die durch das mediterrane, windreiche Klima und die kargen Böden geprägt sind. Diese vielfältige Landschaft mit zum Teil extrem unterschiedlichem Kleinklima ist geradezu ideal für individuelle Rebsortenkonzepte.

Wichtigste Bio-Wein Region in Frankreich

Die Winzer der Region gehen mit der Zukunft. Auf den Wertewandel reagieren sie offensiv und  beschäftigen sich vermehrt mit naturnahem Anbau, der  Pflege von Natur und Landschaft und mit sozial verträglichen Arbeitsbedingungen. Die Inter Oc, der Verband der Weine aus der französischen regionalen Herkunft Pays d’Oc IGP, hat vor drei Jahren ein Nachhaltigkeitsprojekt initiiert. Ein Aktionsplan für die Weinindustrie auf der Basis von ISO 2600 wurde zusammen mit AFNOR erarbeitet, eine Leitfaden zum Thema Nachhaltigkeit erstellt, Schulungen zur Nachhaltigkeit durchgeführt und ein Bewertungstool für Weingüter und deren Lieferanten geschaffen. Das Projekt ist auf große Resonanz gestoßen. Das Ergebnis sind erstklassige, gehaltvolle Bio-Weine. „Nach Spanien hat Frankreich mit 7,5 % Anteil die größte biologisch bewirtschaftete Rebfläche in Europa, ein Drittel davon befindet sich im Languedoc-Roussillon, der Herkunft der Pays d`Oc IGP Weine“, erklärt Verena Herzog. Mit derzeit rund 550 Erzeugern ist das Languedoc-Roussillon die wichtigste Biowein-Region Frankreichs. 33 Prozent aller französischen Bioweine kommen von hier.

Weine passend zu den Speisen

Während der Vorstellung des Weinbaugebietes, der Anbaumethoden und der Produktionsbedingungen verkosten die Weinfachhändler sechs Weißweine, drei Rotweine und einen Dessertwein.  Es folgt ein Foodpairing, bei dem zu vier Gerichten jeweils zwei Pays d’Oc Weine kredenzt werden. Zu einem mit Dill-Gurkenrelisch mariniertem Gewürzlachs lässt ein 2014er Rosé der Domaine L’Ostal Cazes aus dem südfranzösischen Languedoc-Roussillon nach Ansicht der Weinfachhändler die Aromen explodieren. „Der Wein entfaltet seine ganze Fruchtigkeit, ohne das Gericht zu überdecken und unterstützt die geschmacklichen Feinheiten des Gerichts“, schwärmt Christoph Landwehrs. Auch Sommelière und Weinhändlerin Christina Balais ist von dem Wein angetan. „Zusammen mit der Speise kommen sowohl der Wein als auch der Fisch richtig gut zur Geltung“.

Nach dem Lachs werden gegrillte Freilandhähnchenbrust mit Kürbisrisotto, geschmorte Landschulter mit dicken Bohnen und Thymian-Coucousbratling sowie Rinderhüftsteak zu Rosmarinpolenta  je mit zwei Rotweinen aus dem Languedoc-Roussillon konfrontiert. In allen Fällen sind sich die Weinfachhändler einig: Die Weine harmonieren gut zu den Speisen.

Pays d’Oc Weine ideal fürs Sortiment

In den Gesprächen tauschen die Händler ihre Erfahrungen aus. Wie ist die Kundenstruktur, welche Weine verkaufen sich, bei wem wird eingekauft und wie bewirbt man die Kunden sind Themen. Und ob die verkosteten Weine ins eigene Sortiment passen. Dabei  kristallisiert sich auch die Bedeutung der Händler für die Vermarktung heraus. „Kunden verlassen sich blind auf unsere Empfehlungen“, sagt xxxxxx Briem. Die Weinfachhändler wünschen sich deshalb Unterstützung von Pay d’Oc, um die Weine gegenüber den Kunden vermitteln zu können. Weiterhin wird klar, dass ein Großteil der Kunden nicht bereit ist, viel Geld für guten Wein auszugeben. Gleichzeitig haben sie hohe Qualitätserwartungen. Die Pay d‘=c IGP Weine bieten aufgrund des hohen Preis-Qualitäts-Genuss-Verhältnisses entsprechende Produkte nach dem Bedarf der Weinkunden.

Für Grith Albus und Jürgen Briem kommen die Pay d’Oc IGP Weine jedenfalls ebenso fürs Sortiment in Frage wie für Jörg Stiepermann. Während der Verkostungen machen sie sich eifrig Notizen zu ihren persönlichen Favoriten. Christine Balais sind Pay d’Oc IGP Weine zwar schon bekannt. Bei der Verkostung macht sie aber „sehr aufschlussreiche Neuentdeckungen“.

Bei der abschließenden freien Verkostung von neun weiteren Weinen aus dem Pays d’Oc kristallisiert sich ein 2014er Elixier vom Weingut Condamine Bertrand als Geheimtipp heraus.

 

 

Bundesweite Lammkampagne

Creativ Text begleitet eine bundesweite Lammkampagne mit Presseberichten und Reportagen zu Lammevents wie dem folgenden Bericht über ein Event in Wuppertal.

Lamm ist lecker und leicht zuzubereiten. Davon konnten sich Journalisten und Blogger bei einem Grillevent in der Kochschule Genusskunst in Wuppertal Mitte Juni überzeugen. Denise Schuster vom Düsseldorfer Foodblog „Foodlovin‘“ übte sich in Multitasking. Die passionierte Köchin schwang den Löffel, fixierte die Digitalkamera und bloggte gleichzeitig. Wie die anderen zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grillevents anlässlich des Starts der Kampagne für europäisches Lammfleisch war sie mit Leidenschaft dabei. Unter Anleitung von Grillmeister und Küchenchef Stefan Schneider wurde geschnitten, gerührt, abgeschmeckt, gegrillt und am Ende auch noch alles hübsch dekoriert. Dabei konnte selbst der Profi noch etwas lernen. Wie Bloggerin Patricia Krafzik geschickt und schnell Avocados aushöhlt, das beeindruckte den Maitre de Cuisine. „Toll, wie Du das machst“, entfuhr es ihm anerkennend.

Rezepte individuell verfeinert

Lamm gilt im Allgemeinen als schwierig zuzubereiten. Nicht an diesem Abend. Stefan Schneider erklärte, wie es geht und verteilte die Aufgaben. „Du schneidest die Tomaten, Du die Oliven …“ – und schon griffen 44 Hände beherzt zu und trauten sich, die vier vom Küchenchef vorgegebenen Rezepte nachzukochen. Mit individuellen Variationen. Weil die Geschmäcker doch unterschiedlich sind. Und der eine es etwas pfeffriger, der andere mit mehr Knoblauch mag. Das gemeinsame Kochen weckte die kreativen Geister. Und mit lustvoll-demonstrativer Geste rieselten die Kräuter aufs Fleisch und in die Soßen, es wurde geschmeckt und abgeschmeckt, geflachst und auch mal lauthals gelacht. Zusammen macht Kochen einfach mehr Spaß.

Mit Zitrusmarinade oder Pistazien-Rucola-Pesto?

Für Maren Henke vom Food- und Lifestyleblog „(rh)eintopf“ war das Lammsteak mit Pistazien-Rucola-Pesto der persönliche Favorit. Andere standen besonders auf Lammkeule mit Knoblauch, Rosmarin und Honig-Senf-Kruste oder Lendenkoteletts vom Lamm in Zitrusmarinade mit Tomatensalat nach Marokkanischer Art. Auch die Stielkoteletts vom Lamm mit Avocado Salsa fanden Anhänger. Alle Rezepte waren natürlich zum Mitnehmen. Und rund um die Grillaktion gab es noch jede Menge weiterführende Infos rund ums europäische Lamm.

Lämmer wachsen in natürlicher Umgebung auf

Rainer Heck von der „afz-allgemeine fleischer zeitung“ beispielsweise interessierte sich besonders für Zuchtthemen. Landwirt Brian Nicholson aus Irland klärte ihn auf: „Mutterschafe und Lämmer lassen wir so früh wie möglich nach draußen. Der Weidegrund wird regelmäßig gewechselt, um jederzeit eine gute Grasqualität sicherzustellen“, sagte er. Auf seiner Schäferei in Kilkenny im Südosten Irlands hält er über 1000 Mutterschafe. Der zum Schäfer des Jahres 2015 nominierte Diplomlandwirt beteiligt sich an innovativen Verfahren für Weideland-Management.

Schafe zur Rasenpflege

Der englische Farmer Dan Phipps aus Suffolk in England überraschte die Teilnehmer mit einer außergewöhnlichen Story. Er arbeitet für Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum aus Dubai. Dem gehört das Hengst-Gestüt Darley in Newmarket. Dan Phipps ist Herr über 2000 Schafe – und die haben nur eine einzige Aufgabe: den Rasen des Gestüts zu pflegen! So fördern edle Rennpferde die englische Weidewirtschaft und sorgen dafür, dass in Deutschland hochwertiges Lammfleisch auf den Tisch kommt.

Kampagne will Lust auf Lamm wecken

Lamm soll nach dem Willen der Wirtschaftsverbände Eblex aus Großbritannien, Bord Bia aus Irland und Interbev Ovins aus Frankreich bei uns auch in die Alltagsküche. Das Grillevent war der Auftakt für eine bundesweite Kampagne für europäisches Lammfleisch. Die Kampagne steht unter dem Motto „Lamm – einfach, lecker, los“. Sie soll Vorurteile gegenüber Lammfleisch ausräumen, junge Verbraucher für die Zubereitung von Lammfleisch für die Alltagsküche gewinnen und die Bedeutung der Weidewirtschaft für den Erhalt von Bauernhöfen und der Landschaft bewusst machen. Die rund 7,7 Millionen Euro teure Kampagne wird von der Europäischen Union mitfinanziert.

Website mit Rezepten und Informationen rund um Lammfleisch

Die Teilnehmer des Grillevents in der Kochschule in Wuppertal sind jedenfalls schon mal auf den Geschmack gekommen und von den Zubereitungsvariationen von Lammfleisch überzeugt. Informationen über Lammfleisch, dessen Herkunft, Ernährungswerte, Qualität und Frische und auch dessen Bedeutung für die Landwirtschaft bietet die Website „lammleckerlos.de“. Dort findet man auch zahlreiche Rezepte und vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichen Teilstücke vom Lamm zuzubereiten.

Newsletter für S+P Ingenieure AG

Für die S+P Ingenieure AG „sedlacek“ in Heilbronn hat Creativ Text einen Newsletter entwickelt. Drei bis viermal im Jahr berichtet das Ingenieurbüro in der sechsseitigen Information im Magazinstil über ein abgeschlossenes Projekt. Dabei kommen auch die Bauherren in Form eines Interviews zu Wort. Ergänzend dazu berichtet sedlacek im Newsletter über soziale Aktivitäten und Auszeichnungen oder stellt aktuelle Lösungen für die technische Gebäudeausstattung vor. Das 1993 gegründete Ingenieurbüro ist auf die ganzheitliche Planung technischer Gebäudeausrüstung spezialisiert. Unter dem Markennamen „sedlacek“ entwickelt das Büro innovative Lösungen, die Heizkosten senken, Strom sparen, Wärme rückgewinnen, Elektrotechnik steuern, Beleuchtung optimieren, energieeffizient Belüften und Kühlen oder alternative Energieformen bis hin zu Geothermie oder Biomasse wirtschaftlich nutzen. Sedlacek kombiniert dabei bewährte Techniken mit intelligenten, zukunftsweisenden Innovationen. Auf der Kundenliste des Ingenieurdienstleisters stehen renommierte Unternehmen wie AUDI, Bosch, GEMÜ, Daimler, Procter & Gamble, Vector, Vollert, die DLR oder die ZF in  Friedrichshafen. Dabei ist das Büro nicht nur auf Industrie und Gewerbe fixiert. So hat das Büro im Gesundheitswesen die technische Ausrüstung von Kliniken, Ärztehäusern mit Apotheken, Gesundheitszentren oder Laborgebäuden auf dem Stand neuester Entwicklungen realisiert und Gebäudetechnik für Mehrzweckhallen, Mensen oder Institutsgebäude geplant.

Ohne „Hacken“ Industrieanlagen von außen steuerbar

Sicherheitslücken in Unternehmensnetzwerken Einfallstore für Wirtschaftsspionage

Die Live-Demonstration sorgt für bleiche Gesichter. Götz Schartner, Gründer und Geschäftsführer der 8com GmbH & Co KG in Neustadt an der Weinstraße, loggt sich in mit einem Trojaner in ein Smartphone ein. „Schalten Sie jetzt mal Ihr Smartphone aus und sprechen sie mal“, fordert er einen Teilnehmer auf. Der Teilnehmer spricht – und alles ist auf dem Smartphone von Götz Schartner zu hören. „Natürlich ist das Smartphone nicht ausgeschaltet, weil der Trojaner das verhindert hat. Das ist inzwischen Alltag, dass bei Verhandlungen Gespräche hinter verschlossenen Türen auf diese Art belauscht werden. Auf Wanzen können Sie getrost verzichten“, gibt er den Teilnehmern des 12. Strategietreffens der Weltmarktführer im Landgasthof Jagstmühle in Mulfingen-Heimshausen zu bedenken.

E-Mails von Bekannten und Freunden faken? Gar kein Problem. Virenprogramme wie Norton, Kapersky, MacAffee umgehen? Schartner demonstriert das mit wenigen Mouseklicks. Eine Firewall austricksen? „Jeder normale Programmierer ist heute in der Lage, sich in Unternehmensnetzwerke einzuwählen“, sagt er. Über automatisierte Facebookanfragen werden mittlerweile Mitarbeiter von Unternehmen ausspioniert. Über personenbezogene Kontakte werden Sicherheitslücken genutzt, selbst an geheimste Unternehmensdaten zu kommen. Spezialisten knacken aucht bestgesicherte Netze. Und ohne „Hacken“ ist es heute sogar möglich, sich von außen direkt in die Steuerungen von Industrieanlagen einzuwählen und die Maschinen von fern zu steuern.

Für Kriminelle eröffnet die digitale Welt „fantastische Möglichkeiten“, sich Daten zu besorgen, Anlagen lahm zu legen oder Prozesse zu steuern. „Cyberkriminalität ist hoch profitabel“, schreckt er das Publikum auf.

Wirtschaftsspionage ist inzwischen auch politisch „abgesegnet“. Die USA, vor allem aber Russland und China spionieren aktiv weltweit Unternehmen mit der Rechtfertigung aus, Gefahren für die heimische Wirtschaft abzuwehren.  „Wir brauchen deshalb einen Bundesnachrichtendienst zur Spionageabwehr“, verteidigt Schartner die Institution. Dabei ist nicht alles schlecht. Die Massenüberwachung durch die NSA hat auch dazu geführt, Terroranschläge zu verhindern.

Die größten Gefahren für Unternehmen, ausspioniert zu werden, lauern laut Schartner  in den kommunikativen Abteilungen wie Marketing und Vertrieb sowie bei den IT-Abteilungen, wenn beispielsweise Administratoren b ei Wartungsaufgaben „kleine Türen“ offen lassen,  über die dann eingegriffen werden kann. „Unternehmen zu hacken ist heute relativ einfach“, kommt er zum Schluss.

Seine Empfehlung: Konsequentes Schwachstellenmanagement, die IT-Systeme zu „ent-netzen“ und Produktion, Internet, Verwaltung und Server voneinander zu trennen, die Systeme permanent zu updaten, professionell ausgebildete ITler zu beschäftigen und vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren und intensiv zu schulen.